Kurs mit Berni Zambail vom 2. bis 4. März 2012
Bei Frankfurt a. M. / D
Ein Kursbericht von Teilnehmerin Marion Wagner
Der erste ******** (ja, 8 Sterne) Parelli-WorkShop-Kurs in Deutschland!
Ja, ihr habt richtig gezählt, wir hatten einen 8 Sterne Kurs. Wie das zustande kam??? Wir hatten als Trainer Berni Zambail (5 Sterne) aus der Schweiz und drei designierte 1 Sterne Instruktorinnen aus Deutschland waren unter den Kursteilnehmern ☺ ☺ ☺…. Voilà, ergibt summa sumarum 8 Sterne!
Aber, beginnen wir mal mit dem Freitag, da hat Berni auf der Reitanlage der Familie Harth in Eddersheim Einzelstunden gegeben. Birgit war mit Ihrem Projektpferd Rika am Start, Rudi hat mit seiner Freeda am Rückwärts gearbeitet, am Boden und im Sattel (das war eine Stunde mit vielen A-ha Effekten - auch für die Zuschauer – vielen Dank Rudi), Babett hat mit Placid begonnen das Freestyle neu aufzubauen und Katrin hat mit Ihrer Lilli weiter am langsamen Galopp gearbeitet. Zum Glück konnten wir danach bei einem guten Essen die Gedanken wieder richten und unsere Fragen für den nächsten Tag formulieren.
Pünktlich am Samstag Morgen um 9.15 Uhr hat dann der Workshop-Kurs begonnen. Wir waren 8 Teilnehmer mit Pferd und 8 Zuschauer. Man, da steht man als TN mit Pferd ganz schön unter Beobachtung (fühlt sich zumindest so an). Der Tag begann mit einer kleinen Vorstellungsrunde und dem „abklopfen“ von Wünschen und Zielen der Teilnehmer.
Die erste theoretische Einheit:
- Wann ist ein Pferd gerade?
- Und welche von den 7 Spielen von Parelli helfen uns dieses Ziel zu erreichen?
Puuh, spätestens hier war direkt klar, dass die Teilnehmer schon in den fortgeschritteneren Leveln unterwegs sind.... Aber es ging noch weiter:
- Wie viel Abstellung sollte unser Pferd bei den Biegeübungen am Boden und im Sattel haben?
- Was können wir tun, um unser Rückwärts am Boden und dann auch im Sattel zu verbessern?
Uns rauchten die Köpfe – und dann auch noch ran ans Pferd… Und die Spiele können beginnen! Berni hatte seine Augen immer überall – es gab zu allen Situationen Tipps und Tricks um unser Zusammenspiel mit dem Pferd zu verbessern; so z.B.:
- Weniger Stick – neutral ist nur, wenn er am Boden schleift: „Die Klappe halten“ wie er es gerne beschreibt.
- Verantwortung an die Pferde abgeben – noch mehr!!!
- Dem Pferd die Chance geben auf unsere Anfrage auch zu reagieren (laaange Phase 1)
- Phasen einhalten!!!
- Die unterschiedlichen Phasen am Boden und im Sattel (ABER es sind immer 4!) Manchmal aber auch 1, 2, 3, 4, 4.1, 4.2, 4.3…
Alle Teilnehmer sind an diesem Abend wohl früh ins Bettchen gegangen und haben über die neuen und auch die alten (wieder in den Vordergrund gezogenen) Erkenntnisse geschlafen (oder gekaut und geschleckt).
Am nächsten Morgen ging es wieder pünktlich um 9.15 Uhr weiter. Eine neue Runde Theorie.:
- Warum und weshalb ist das Bulls Eye so wichtig
- Wie kann ich die Strategie bei Bulls Eye variieren, um auftretende Probleme zu meistern
- Pferd zieht es nach innen, Pause auf dem Zirkel.
- Pferd driftet nach außen, Pause in der Mitte…
- Wie wird das Bulls Eye rund?
- Arbeiten mit Kreisen aus Sägespänen und/oder Pylonen.
- Was hilft mir beim Bulls Eye “rund reiten“
- die Hallenbande
- Pylonen-Kreuz usw.
- Wie korrigiere ich das Abweichen des Pferdes vom Muster im Freestyle (aber vorher, wie lange sollten die Zügel dazu sein…)
- Und die Aussage: „Um einen runden Zirkel zu bekommen muss man eben manchmal schon so 100.000 Zirkel reiten…“
Dann ging es wieder mit den Pferden in die Reitbahn (für die Zirkel 1001-1010 –von den 100.000-☺). Hier wurde an den Anfängen des GoC gefeilt – einige Teilnehmer waren im Okt. 2011 bei Linda in der Schweiz. Auch an den langen Zügeln (Fahrleinen) haben wir gearbeitet – diese Vielfalt zeichnet ja ein Workshop-Kurs-Format aus. Und Berni kann immer direkt umschalten von der Bodenarbeit am Seil, zu den Langzügeln, zu Freestyle und von diesen Themenblöcken direkt zum nächsten Teilnehmer der sich gerade an Finesse probiert. Am Nachmittag waren wir dann alle voller neuer und alter Erkenntnisse, die wir in den nächsten Monaten mit unseren Pferden und Pony`s verfeinern können und möchten.
Lieber Berni, du bedankst dich nach deinen Kursen immer bei den Teilnehmern für Ihren Respekt und das aufmerksame Zuhören – WIR bedanken uns bei DIR dafür, dass du bereit bist deinen gesamten Wissensschatz mit UNS zu TEILEN und uns auf unserem Weg begleitest ein besserer Partner für unsere Pferde zu werden. DANKE auch dafür, dass du regelmäßig zu uns kommst.
